Ahlers Group
Neue Warenwirtschaft ermöglicht bessere Kooperation mit dem Einzelhandel
Die Herforder Ahlers-Gruppe will in Zukunft nicht nur die Flächenbewirtschaftung und vertikale Partnerschaften verstärken, sondern in Teilbereichen auch eigene Retail-Aktivitäten aufbauen, vor allem in den EU-Beitrittsländern im Osten. Dazu setzt das Unternehmen auf eine weitreichende Zusammenarbeit mit der Futura Retail Solution AG, Stelle. Die Gruppe mit den Marken Eterna, Otto Kern, Gin Tonic, Sisignora, Pioneer, Jupiter und der Lizenzmarke Pierre Cardin wird in Zukunft die Warenwirtschaft FuturERS einsetzen.
Zentrale Schnittstelle
„Nach einem längeren Auswahlprozess haben wir uns für Futura als zentrale Schnittstelle zu unserem ERP-System einerseits und zu unseren Partnern im Handel andererseits entschieden“
Uwe Dubbert, Geschäftsführer IT/TK-Services der Ahlers-Guppe
Dabei deckt das ERP (Enterprise Ressource Planning)-System die gängigen „Industrie-Funktionen“ wie Kollektionsentwicklung, Beschaffung, Bestandsverwaltung, Auftragsabwicklung und NOS-Versorgung ab.
„Um wirkliche vertikale Partnerschaften aufzubauen, genügen diese Funktionen nicht mehr. Wenn Bekleidungshersteller die logistischen und informationstechnischen Vorteile der Vertikalen wettmachen wollen, benötigen sie entsprechende Konzepte und vor allen Dingen Softwaresysteme, die eine Integration zum Handel hin ermöglichen“
Uwe Dubbert, Geschäftsführer IT/TK-Services der Ahlers-Guppe
Mit der neuen Warenwirtschaft bindet das Unternehmen jetzt Einzelhandelsfunktionen wie Vertragsmanagement, Sortimentsplanung und –analyse und Limitkontrolle direkt an das existierende ERP-System an. Dabei, so Dubbert, habe man Wert darauf gelegt, das System so flexibel wie möglich zu halten.
„Nur so können wir sämtliche Retail-Aktivitäten vom Shop-in- Shop bis hin zur Steuerung eigener Geschäfte abbilden.“
Uwe Dubbert, Geschäftsführer IT/TK-Services der Ahlers-Guppe
Einen weiteren Vorteil sieht Dubbert in der Möglichkeit, die Warenwirtschaft als Stammdaten- und Dispositionszentrale für einen Filialverbund einzusetzen, um die geplanten eigenen Retail-Organisationen für die Marken des Konzerns zu führen. FuturERS nutzt dazu nicht nur die Schnittstelle zwischen ERP-Software mit Category-Management sowie VMI/NOS (Vendor Managed Inventory für NOS- Ware) und den Ahlers-Einzelhandelskunden. Künftig soll durch unternehmensübergreifende Planung auf der Basis von Informationen zwischen den Beteiligten der Supply Chain (Vorlieferanten, Hersteller und Handelskunden) noch mehr Transparenz geschaffen werden.
Eigenes ECR-Konzept
Großes Potenzial für Zeit- und Kostenersparnisse bietet die volle Nutzung von EDIFACT (Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport), dem weltweit standardisierten Nachrichtenformat, das einen effizienten Informationsfluss zwischen Hersteller und Handel ermöglicht. FuturERS unterstützt alle Nachrichtentypen, so dass Ahlers und der Handel von den Vorteilen des elektronischen Geschäftsverkehrs profitieren. Sowohl bei Flächenkonzepten als auch im Rahmen einer Franchiseorganisation bildet EDIFACT das Fundament für eine erfolgreiche Kooperation. Ahlers hat EDIFACT als festen Bestandteil des eigenen ECR-Konzeptes (Efficient Consumer Response) etabliert. Als weiteren Service bietet Ahlers seinen Flächenpartnern die Bereitstellung von monatlichen Ergebnisberichten, automatisiert per E-Mail.
„Unser Konzept ist jedoch auch für Store-Partner ohne ausreichende IT-Voraussetzungen interessant.“
Uwe Dubbert, Geschäftsführer IT/TK-Services der Ahlers-Guppe
Je nach Anwendung kommen die Partner mit einer reinen Kassenlösung aus, da die Daten bei Ahlers gehalten werden.
"Logistische und informationstechnische Voraussetzungen für vertikale Partnerschaften bereitstellen."
Uwe Dubbert, Geschäftsführer IT/TK-Services der Ahlers-Guppe
Mit der Einführung eines eigenen Retail-Systems will Ahlers vertikale Partnerschaften forcieren. Im Bild eines Pilot-Shop für die Marke Pioneer.












